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Die Besiedlung der Müritz-Region, die den heutigen Nationalpark beinhaltet, begann bereits am Ende der letzten Vereisung durch einige Nomadenstämme. Auch für die Slawen bot die Region immer wieder unterschiedliche Siedlungsplätze, allerdings wurden diese immer wieder aufgegeben, da die nährstoffarmen Sander keine gute Grundlage für den vor allem im Mittelalter stark eingesetzten Ackerbau waren.

Als eine der letzten Amtshandlungen der Regierung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) gelang es dem damaligen stellvertretenden Umweltminister Michael Succow zusammen mit weiteren engagierten Naturschützern im Rahmen des Nationalparkprogramms, mehrere Großschutzgebiete (Nationalparks, Biosphärenreservate) auszuweisen, darunter auch 320 km² inmitten der Mecklenburgischen Seenplatte.

Während der Zeit der DDR war in dieser Region ein sogenannter „produktionsintegrierender Naturschutz“ propagiert worden. Das extrem dünn besiedelte Land wurde für militärische Übungen, Staatsjagden sowie eine intensive Forst- und Landwirtschaft genutzt. So wurde durch die Sowjetarmee eine Fläche von ca. 3.500 ha, die zentral im heutigen Müritz Teil des Nationalparks liegt, intensiv als Panzerübungs- und Schießplatz genutzt. Des Weiteren war der Bevölkerung das Betreten der als Staatsjagdgebiet genutzten Wälder untersagt. Zwölf Kilometer der Uferzone der Müritz standen allerdings auch schon zu DDR-Zeiten unter strengerem Naturschutz.

Die intensive Forstwirtschaft hat dafür gesorgt, dass monotone Kiefernforste den Nationalpark heute noch prägen. Eine Entwicklung hin zu naturraumtypischem Laubwald ist von der Nationalparkverwaltung eingeleitet worden, jedoch wird dieser Prozess mehrere Jahrzehnte in Anspruch nehmen. Seit 2018 wurde im Nationalparkgebiet der Holzanschlag eingestellt. In einem separaten Areal im Osten des Nationalparks, auf den Hügeln von Serrahn, lässt sich jedoch schon besichtigen, welches Gesicht das Gebiet tragen wird, wenn sich Waldgesellschaften wieder ungestört gemäß den natürlichen Bedingungen entwickeln können. Hier findet man einen größeren, urwaldartigen Bestand alter Rotbuchen.

Die von der DDR-Verwaltung fortgesetzte Entwässerung des Gebiets durch Kanäle und Gräben senkte den Grundwasserspiegel kontinuierlich. Ausgedehnte Birkenwälder entstanden im Lauf der Jahre. Die Nationalparkverwaltung hat Kanäle und Gräben verschlossen und somit das Grundwasser auf das ursprüngliche Niveau angehoben. In der Folge starben Birken ab, die eigentliche Flora entsteht langsam wieder. Da der Prozess ohne weiteren Eingriff durch den Menschen verläuft, sind derzeit ausgedehnte Flächen mit Birkenstümpfen zu sehen.

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